Meine Sicht als Arbeitnehmer:
Jetzt haben wir diese schöne Datenbank wo all meine Daten drin steht nur frage ich mich. Was interessiert die meine Anzahl an Urlaubtsagen? Hm... Naja ich habe ja X Urlaubstage im Jahr und werde auch X Urlaubstage nehmen, weil diese mir zustehen. Ist das nun schlecht? Kriege ich dafür einen Eintrag in die Datenbank, weil ich ein böser Arbeitnehmer bin und meinen kompletten Urlaub nehme und keine Arbeitsdrohne, die erstmal die hälfte verfallen lässt? Ich weiß es leider nicht.
Genau wie mit den Krankheitstagen. Nun werden meine Krankheitstage übermittelt. Sagen wir mal ich hatte einen Autounfall und war 30 Tage Krank. Das ist extrem viel. Nun bin ich leider Arbeitslos und man möchte mir einen Job vermitteln, sieht allerdings das ich im letzten Jahr 30 Tage krank war. Natürlich kommt leicht die Vermutung auf das ich eine faule Ratte bin und eh kein Bock habe zu arbeiten. Daher werde ich keinen neuen Job kriegen. Tja dabei sollte mir diese Datensammelwut ja alles erleichtern.
Meine Sicht als Arbeitgeber:
Jetzt habe ich eine schöne Geschäftsidee, habe auch alle Formulare bearbeitet, war beim Notar, habe einen Steuerberater und habe auch meine ganzen Abgaben und Gebühren bezahlt... alles wunderbar. Meine Geschäftsidee ist aber so gut das ich Mitarbeiter brauch und die hole ich mir natürlich. Dann erfahre ich aber ich muss als Arbeitgeber meine Arbeitnehmer nackig machen und alles was ich über sie finde an ELENA übermitteln. Aber wie mache ich das? Habe ich dafür überhaupt Zeit und vorallem wenn ich dazu Leute einstelle, die sich den ganzen Tag nur mit sowas beschäftigen, was kostet mich das? Vielleicht überlege ich es mir lieber weitere Mitarbeiter einzustellen oder ich lasse meine Geschäftsidee gleich ganz, weil mir der bürokratische Aufwand zu groß ist... dabei sollte doch Bürokratie abgebaut werden. Schade...
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Das waren zwei Szenarien aus Extremfällen. Wie bei dem Zugangserschwerungsgesetz soll einiges einfacher und sicher gemacht werden. Leider wird die Idee nicht komplett zu Ende gedacht und letztendlich wird alles potentiell gefährlich und der bürokratische Aufwand steigt. Ich hätte vorallem Angst das ich keine Arbeit mehr bekomme nur weil ich einmal 30 Tage in einem Jahr krank war, weil ich einen Unfall oder ähnliches hatte. Kann ja durchaus mal vorkommen. Außerdem weiß ich aus meinem eigenen Umfeld das die ganzen Prozesse wie Wohngeld, ALG2, Hartz IV nicht so lange dauern, weil es zu wenige Daten gibt sondern eher weil die Beamten/Beamtinnen nur geringfügig geschult werden und es keine klare Anleitungen bzw. Dokumentationen gibt, die den entsprechenden Prozess beschreiben. Das wäre eher der Punkt wo man ansetzen sollte.
Wenn jetzt jemand die Daten gestohlen hatund weiterverkauft, sagen wir mal auf einer CD, die er für 2,5 Millionen Euro verschachert wird es wahrscheinlich in Deutschland den größten Datenmisbrauchsskandal des Jahrtausends geben.
Die Datenschutzerklärung des Vereins ist eine notwendige. Natürlich muss das Verfassungsgericht wissen wer eigentlich Beschwerde einlegt und das ist ein normaler und üblicher Prozess. Wenn man spendet ist dies auch ein normaler Prozess denn wenn man eine Überweisung führt werden deine Daten an die Bank übermittelt, mal abgesehen davon das die Banken bereits alles über ein wissen. Ich finde es hingegen gut das ich explizit bestimmen kann ob weitere Daten gespeichert werden sollen damit sie mich über neue Kampagnen oder News informieren können, denn gerade das will ich nicht, denn ich kriege auch über andere Quellen bereits alles zugetragen. Ich sehe daher keine Bedenken... Ok man kann nun sagen der Verfassungsschutz wird einem dann genauestens beobachten. Das einscannen ist ein inzwischen normaler Vorgang vom digitalen Brief und Rechnungslauf.