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Auch die Drachenhöhle ist von dem Unwetter nicht verschont geblieben.
Drachen mögen es warm. Und trocken. Doch der unterirdische Bau steht unter Wasser. Von der Decke tropft es: Plitsch.... plitsch...
Drachin schielt nach oben und faucht. Ihre Schuppen triefen und ihr ist kalt. Mit Feuer trocknen hat keinen Zweck, so viel Feuer hat sie nicht. Draußen regnet es. Drinnen auch. Es stinkt, weil die angenagten Knochen in der Feuchtigkeit zu gammeln anfangen. Missmutig hockt die geflügelte Echse auf einem Stein und schaut in die Pfütze unter sich, wo sich ihr Antlitz spiegelt. Was tun? Dann die rettende Idee: Ein Wischmop! Drachin stakst durch die Pfützen und schüttelt jedes Mal den Fuß, bevor sie ihn wieder auf den feuchten Boden setzt, und macht große Bgen um die Stellen herum, wo es am meisten tropft. Schließlich steht sie im EIngang ihres Baus und blickt missmutig nach draußen. Igitt. Aber es hilft ja nichts. Wagemutig tritt sie in das kalte Nass, das vom Himmelt fällt, entfaltet die Schwingen und drückt sich vom Boden ab. Mehr oder weniger majestätisch steigt sie in den Himmel auf, das Wasser, dass sich zwischen ihrem Schuppen sammelt, macht sie schwerer als sie eigentlich ist. Ihr Ziel ist ein Feld, auf dem Schafe stehen. Sie stößt herab, hört noch den schimpfenden Hirten, der, ohnehin schon durch den anhaltenden Regen schlecht gelaunt, nun auch noch eines seiner Schäfchen entschwinden sieht, packt das weiße weiche Wesen und fliegt mit ihm von dannen. "MÄÄÄÄHHH!!" - "Ruhe. Wenn du Glück hast, überlebst du sogar."
Wieder in der Höhle angekommen, beginnt die Putzaktion: Zuerst fliegen die gammligen Knochen aus der Höhle, dann wird das Schaf ausgewrungen und die Höhle getrocknet.
Etwas später: Erstaunt beobachtet der Hirte, wie das Schuppenwesen mitten in seiner blökenden und in Panik geratenden Herde ein schwarzbraunes und ziemlich schlecht gelauntes Schaf absetzt und wieder verschwindet mit den Worten: "Danke für den Lappen. Das Wischen war eh mal nötig."
_________________ Ihr seht und fragt: Warum? Ich aber träume und frage: Warum nicht?
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